Parodontitis

Die Parodontitis ist umgangssprachlich als „Parodontose“ bekannt und ist eine Bezeichnung für die entzündliche Erkrankung des Zahnhalteapparates und des Zahnfleisches. Sie wird durch Bakterien und Zahnstein in entstandenen Zahnfleischtaschen (sogenannten Konkrementen) verursacht und führt im unbehandelten Zustand zu Zahnfleischbluten, Mundgeruch, Zahnlockerung und schließlich zum Zahnverlust. Außerdem steigt durch eine aktive Parodontitis das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko; bei Schwangeren kann dies sogar zu einer Frühgeburt führen.

Bei unseren regelmäßigen Kontrolluntersuchungen können wir feststellen, ob bei Ihnen eine solche Erkrankung vorliegt und ob Behandlungsbedarf besteht.

Um Erkrankungen vorzubeugen,sollte regelmäßig eine professionelle Zahnreinigung durchgeführt werden (siehe Prophylaxe).

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Parodontitisbehandlung

Falls eine Behandlung notwendig sein sollte, wird durch eine eingehende Untersuchung und anhand von Röntgenbildern das Ausmaß der Erkrankung ermittelt. Die Kosten hierfür werden zum größten Teil von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Vor Beginn einer solchen Behandlung sind ein oder zwei Termine für eine professionelle Zahnreinigung notwendig. Gesetzlich Krankenversicherte müssen die dafür entstehenden Kosten selbst tragen.

Bei der eigentlichen Parodontitisbehandlung werden in lokaler Betäubung die Wurzeloberflächen und Zahnfleischtaschen mit Instrumenten und speziellen antibakteriellen Spüllösungen durch den Zahnarzt gereinigt. Je nach Ausmaß der Erkrankung sind ein bis vier solcher Sitzungen notwendig.

Um den Behandlungserfolg zu überprüfen, findet abschließend eine Kontrollsitzung statt. Um einen langfristigen Effekt zu erzielen, sollten regelmäßig professionelle Zahnreinigungen und Kontrolluntersuchungen durchgeführt werden.

Knochenverlust durch eine unbehandelte Parodontitis
Knochenverlust durch eine unbehandelte Parodontitis