Kinderzahnmedizin

Unser Ziel ist der Erhalt und die richtige Pflege des Milchzahngebisses und ein möglichst angstfreier Zahnarztbesuch für Ihr Kind. Wenn Kinder von Beginn an einen positiven Kontakt zu ihrem Zahnarzt aufbauen, wird dies auch die zukünftige Einstellung zur Zahnpflege und Zahnmedizin entscheidend beeinflussen.

Wir führen regelmäßig die von den Krankenkassen geförderten Individual-Prophylaxebehandlungendurch. Dazu gehört sowohl das Anfärben der Zahnbeläge um Defizite beim Putzen aufzuzeigen, als auch das anschließende Erklären der richtigen Putztechnik. Außerdem geben wir als wichtigen Beitrag zur Kariesvermeidung Ernährungstipps und führen eine lokale Fluoridierung der bleibenden Zähne im halbjährlichen Rhythmus zur Stärkung des Zahnschmelzes durch.

Sobald die bleibenden Backenzähne durchgebrochen sind wird beurteilt, ob die kariesfreien Fissuren (Furchen auf den Kauflächen) mit aushärtendem Kunststoff zum Schutz vor Karies versiegelt werden sollten.

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Fluoridtabletten oder fluoridierter Kinderzahnpasta?

  • In den ersten sechs Lebensmonaten, d.h. vor Durchbruch des ersten Milchzahns, sollte der Säugling kombinierte Fluorid- und Vitamin-D-Tabletten oder -tropfen in der empfohlenen Fluoridmenge von 0,25 mg/Tag erhalten.
  • Mit dem Durchbruch der ersten Milchzähne sollten diese von den Eltern einmal am Tag mit einer höchstens erbsengroßen Menge fluoridhaltiger Kinderzahnpasta (500 ppm Fluorid) geputzt werden. Von Zahnpasten mit Frucht- oder Bonbongeschmack wird abgeraten, weil dieser kinderfreundliche Geschmack zum Herunterschlucken animiert. Die Fluoridgabe in Form von Tabletten wird zu dem Zeitpunkt dann abgesetzt. Vitamin D soll jedoch weiter entsprechend der Empfehlung des Kinderarztes verabreicht werden.
  • Ab dem zweiten Lebensjahr sollten die Zähne zwei Mal am Tag geputzt werden. Dies erhöht den Kariesschutz und soll dazu beitragen, daß sich Ihr Kind frühzeitig an die tägliche Zahnpflege gewöhnt. Bei Kleinkindern muss das Zähneputzen überwacht werden und Eltern sollten bis ins Schulalter hinein die Zähne ihres Kindes unbedingt nochmals nachputzen.
  • Zusätzlich zum Zähneputzen mit fluoridhaltiger Zahnpasta wird empfohlen, fluoridhaltiges Speisesalz zu verwenden. Dies stärkt den Zahnschmelz und beugt Karieserkrankungen vor.
  • Ab dem Schuleintritt sollten die Zähne mit einer Zahnpasta mit einem Fluoridgehalt von 1000 bis 1500 ppm (Erwachsenenzahnpasta) geputzt und regelmäßig fluoridiertes Speisesalz zum Kochen verwendet werden.
  • Eine Fluoridgabe in Form von Tabletten kann dann erfolgen, wenn keine fluoridierte Zahnpasta und auch kein fluoridiertes Speisesalz verwendet werden. Allerdings sollte beachtet werden, daß die empfohlene Tagesdosis nicht überschritten wird. Außerdem sind fluoridhaltige Lebensmittel (wie beispielsweise Mineralwasser, Tee, Fisch und Milchprodukte) zu berücksichtigen, da diese auch zur täglichen Fluoridaufnahme beitragen. Aus diesem Grund ist es wichtig, daß vor der Fluoridverordnung in der kinder- oder zahnärztlichen Praxis der individuelle Fluoridstatus ermittelt wird.