Implantate

Implantate sind künstliche Zahnwurzeln aus Titan oder Keramik, die es ermöglichen verlorene Zähne zu ersetzen. Sie können sowohl zum Ersatz von einzelnen Zähnen oder Brücken als auch zur Befestigung von Prothesen verwendet werden. In vielen Fällen kann durch die Verwendung von Implantaten eine herausnehmbare Prothese verhindert werden.

Durch die Zusatzqualifikation von Benjamin Grass, der einen 3-jährigen Masterstudiengang im Fach Implantologie absolviert hat, können wir Ihnen bei Versorgungen mit Implantaten die gesamte Behandlung aus erster Hand anbieten. Um Ihnen höchstmögliche Qualität zu gewährleisten, verwenden wir in unserer Praxis hauptsächlich Implantate der Firma Straumann aus der Schweiz (www.straumann.de) und der Firma Medentis aus Deutschland (www.medentis.de). Beide Systeme haben Ihre vor und Nachteile und werden je nach Wunsch des Patienten und Einsatzbereich ausgewählt. 

Mit Implantaten bieten wir Ihnen einen Zahnersatz, der sich wie Ihre eigenen Zähne anfühlt und Ihnen die nötige Sicherheit und Lebensfreude zurückgibt.

Ein Implantat kann man sich wie eine Schraube vorstellen, die die Zahnwurzel ersetzt und nach dem Einsetzen mit dem Knochen verwächst. Der beste Zeitpunkt, ein Implantat zu setzen, ist ein bis drei Monate nach einem Zahnverlust. Nach dieser Heilphase ist der Knochen stabil genug, um darin ein Implantat zu verankern. Aber auch länger bestehende Zahnlücken können meist noch mit Implantaten versorgt werden. Bei längerer Wartezeit besteht jedoch die Gefahr, daß sich der Knochen zurückbildet, da er nicht belastet wird. In diesem Fall kann ein Knochenaufbau notwendig werden.

Vorteile von Implantaten:

  • Man erhält einen unabhängigen „Stützpfeiler“.
  • Bei Einzelzahnlücken müssen die angrenzenden Zähne nicht beschliffen werden, wie dies bei einer Brücke der Fall wäre.
  • Ein Implantat sieht wie ein echter Zahn aus und fühlt sich dementsprechend auch so an.
  • Im Gegensatz zu Brücken und Prothesen wird ein weiterer Knochenverlust verhindert.
  • Lockere Prothesen können oft durch Implantate fest verankert werden.

Zu beachten ist bei Implantaten:

  • Die Behandlungsdauer kann je nach Schwierigkeit der Implantation zwischen zwei und neun Monate betragen – bei sehr wenig Knochenmaterial in Ausnahmenfällen auch länger.
  • Bei schlechtem „Knochenangebot" sind oft mehrere Eingriffe notwendig.
  • Die Voraussetzung für eine Implantation ist ein guter Zustand der Mundhygiene und ein saniertes Gebiss.
  • Relativ hohe Kosten – die aber meist nicht viel höher sind als die für eine Brücke.

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  • Zeitlicher Ablauf einer Implantation

    Um eine erfolgreiche Implantation durchzuführen, muss der Allgemeinzustand des Gebisses und der umgebenden Strukturen festgestellt werden. Eventuell notwendige Behandlungen sollten vor der Implantation abgeschlossen sein. Das heißt, notwendige Füllungen oder Zahnreinigungen sollten vorher durchgeführt werden. Nur in einer solch "sauberen" Umgebung sollten Implantate gesetzt werden.

    Ist die Vorbehandlung abgeschlossen, wird mit Hilfe von Röntgenbildern (falls notwendig mit dreidimensionalen Röntgenuntersuchungen) die Implantation geplant und mit dem Patienten ausführlich besprochen.

    Am Tag der Implantation wird in lokaler Betäubung das Implantat im Knochen verankert. Der Patient spürt lediglich ein leichtes Druckgefühl und die Vibrationen beim Vorbereiten des Implantatbettes. Postoperativ kann es manchmal zu einer leichten Schwellung und Schmerzen kommen, die aber mit Schmerzmitteln meist problemlos zu behandeln sind.

    Um die Schleimhaut ästhetisch zu formen, werden nach der Einheilphase von zwei bis vier Monaten in einem zweiten Schritt das befindliche Implantat bei einem kurzen Eingriff mit lokaler Betäubung freigelegt und ein Einheilpfosten eingesetzt. Dieser zweite Eingriff ist bei Straumann Implantaten oft nicht notwendig, da man in vielen Fällen Implantate verwendet, die bereits bei der Implantation durch das Zahnfleisch ragen und dieses somit für die späteren Kronen formen.

    Anschließend ist nur noch ein Abdruck notwendig um den Zahnersatz herzustellen. Dies beinhaltet lediglich eine Wartezeit von ca. einer Woche. Der Zeitpunkt, zu dem ein Implantat mit Kaudruck belastet werden kann, ist von vielen Faktoren abhängig. Um den Erfolg des Implantates nicht zu gefährden, sollte hier jedoch nichts übereilt werde. Diese Einheilung, d.h. wenn der Knochen mit dem Implantat verwächst, bezeichnet man in der Fachsprache übrigens auch als "Osseointegration".

    Implantate werden schon seit vielen Jahren mit großem Erfolg verwendet. Sie sollten aber wissen, daß ein Implantat nie ein Standardeingriff ist. Um den Erfolg zu garantieren, ist eine gute und ausführliche Planung im Vorfeld unabdingbar. In vielen Fällen sind Sie mit einem Implantat sehr gut beraten. Denn wissenschaftlichen Studien zufolge sind nach über zehn Jahren mehr als 90% der gesetzten Implantate in einem hervorragenden Zustand.

    Ihr Wohlbefinden liegt uns am Herzen. Darum werden wir alles daran setzen, die für Sie passende Lösung im Bereich der Implantologie zu finden.

    Vergleich Zahn und Implantat
    Vergleich Zahn und Implantat
    Zahnersatz durch Implantat
    Zahnersatz durch Implantat
    Zahnersatz durch Brücke
    Zahnersatz durch Brücke
    Implantat Brücke
    Implantat Brücke
    Gebiss mit drei fehlenden Zähnen
    Gebiss mit drei fehlenden Zähnen
    Unterkiefer mit zwei Implantaten und Lokatoren
    Unterkiefer mit zwei Implantaten und Lokatoren
    Lokator
    Lokator
    Eingliederung der Lokator-Prothese
    Eingliederung der Lokator-Prothese
    Eingegliederte Prothese
    Eingegliederte Prothese